Weniger Plastik

Weniger Plastik

Deutschland im Plastik-Wahn: Tipps und Tricks zum Umweltschutz und wie sich auch unsere Tanzschule beteiligt

Der moderne deutsche Lebensstil ist bequem, für die Umwelt jedoch alles andere als gut. Der Coffee-to-go, die Plastik-Wasserflasche, der Salat in der Plastikschüssel zum Mittag, die Mikrowellen-Suppe im Plastikbecher oder das Einweg-Plastikbesteck auf Veranstaltungen sind eigentlich kaum noch aus unserem Leben wegzudenken. Hinzu kommen alltägliche Lebensmittel wie Wurst, Gemüse, Käse und Süßigkeiten, die allesamt mit Plastik verpackt sind.

Die Auswirkungen unseres Lebensstils sehen wir immer öfter in den Nachrichten: schockierende Bilder von komplett mit Plastik vermüllten Stränden, Tieren, die am Plastik erstickten oder gar Walen, die mit vollem Plastik-Bauch verhungerten. 

Aus gegebenem Anlass haben auch wir uns dazu entschlossen, unseren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und unseren Verpackungsmüll zu reduzieren. Statt unserer Milchdöschen und Zuckerstangen für Kaffee und Cappuccino bieten wir deshalb in unserer Tanzschule zukünftig Milchsahne und Zucker in Glas- statt Plastikbehältern an unserer Theke an. 
Und hier bekommst du noch einige weitere Tipps, wie du Plastik einsparen und zum Umweltschutz beitragen kannst. 

 

Zeit nehmen statt „To-go“

Wusstest du, dass jährlich mehr als 100 Millionen Tonnen an Plastik für Produkte verwendet werden, die weniger als fünf Minuten (!) benutzt werden? Wenn man überlegt, wie viel Aufwand für einen Plastiklöffel betrieben wird, um ihn herzustellen, zu verpacken und auszuliefern, ist es vielleicht doch nicht zu viel verlangt, sein Besteck abzuwaschen bzw. auf den schnellen Coffee-to-go zu verzichten und sich stattdessen lieber ein paar Minuten im Café niederzulassen. Das dient auch viel mehr der Entspannung, als mit dem Becher in der Hand durch die Gegend zu eilen. Und wenn trotz bestem Willen keine Zeit dafür ist, helfen die stylishen Thermobecher, die du überallhin mitnehmen kannst und die deinen Kaffee auch länger warm halten als ein Plastikbecher. Die Thermobecher gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Designs, mit aufgedrucktem Logo oder deinen Initialen. Auch als Geschenk eine schöne Idee, die vielleicht ebenso deine Freunde oder Familie dazu anregt, etwas für den Umweltschutz zu tun.

Naturprodukte statt Kunstfasern

Fast Fashion ist billig und schnelllebig – laut Berechnungen von Greenpeace wird heutzutage ein Party-Top durchschnittlich 1,7-mal getragen, bevor es im Schrank untergeht oder im Müll landet. Die Folge ist ein sich gegenseitig verstärkender Mechanismus – denn wo immer mehr gekauft wird, wird auch immer mehr produziert. Doch was wird mit dem Kauf unterstützt? Elende Arbeitsbedingungen, Verschwendung von Ressourcen, und durch den hohen Anteil an Kunststoffen in Billigkleidung eben auch die Vermüllung unserer Meere. Beim Waschen von Polyester lösen sich nämlich kleinste Faserteile aus der Bekleidung und werden mit dem Wasser fortgespült, sodass die feinen Partikel letztendlich in unsere Meere gelangen. Bei der Herstellung von Kunstfasern ist außerdem viel mehr Energie nötig als für die Produktion von Bauwoll-Produkten. Daher überlege dir auch beim Kleidungskauf bewusst, wie weit du die Wegwerf-Industrie mit deinem Geld unterstützen möchtest. Ein Blick aufs Etikett vorm Kauf lohnt sich – abgesehen davon, dass Baumwollstoffe auch viel angenehmer zu tragen sind.
 

Augen auf beim Lebensmittel-Kauf

 
Fast 100 Plastiktüten verbraucht jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Das ist eine Menge an Plastik, die sich vermeiden lässt, wenn du stets eine kleine Stofftasche dabeihast – oder an der Kasse ein paar Cent mehr für einen Stoffbeutel statt der Plastiktüte ausgibst. Auch Einkaufskörbe fürs Auto oder Fahrrad oder einen größeren Rucksack kannst du gut zum Einkaufen nutzen, und schon sieht deine Ökobilanz etwas besser aus. In vielen Städten gibt es mittlerweile sogar „Unverpackt-Läden“, die generell auf Verpackung verzichten und die Lebensmittel oder Kosmetikartikel in mitgebrachte Behälter abgeben. Das ist natürlich ungewohnt und der Einkauf erfordert ein wenig Vorplanung, um die passenden Behältnisse mitzubringen, doch kann ein Umdenken auch bewirken, dass weitere Hersteller den Nutzen oder Schaden ihrer Verpackungsmaterialien neu überdenken. Letztendlich hat der Kunde die Macht, und mit jedem Kauf oder Nichtkauf setzt du ein kleines Zeichen.